Gerechte Punkteteilung zum Saisonfinale

Spielbericht vom 1. Juni 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
SV Neusatz I – FC Neuweier I 1:1 (Kreisliga B2; 1:1)
SV Neusatz II – FC Neuweier II 0:2 (Kreisliga C3; 0:1)
Bei sommerlichen Temperaturen standen die ersten fünf Minuten noch im Zeichen einer Vorsorgeuntersuchung: Viel Abtasten, wenig Konkretes. Dann aber gab es den ersten Hallo-Wach-Effekt für Grün-Weiß, als ein weiter Einwurf von der linken Seite in der Box bei FCN-Angreifer Dominic Frietsch landete, dessen Kopfball der aufmerksame Heimkeeper Alessio Ippolito gerade noch aus dem Eck fischte (6. Minute). Nur 120 Sekunden später „klingelte“ es auf der anderen Seite: Kapitän Denis Lubini zog aus 20 Metern ab, hätte aber den Kasten verfehlt; der aufgerückte Verteidiger Pascal Nöltner sah dies sofort und hielt beherzt seinen Huf in die Flugbahn, so dass der Ball seinen Weg zur umjubelten 1:0 Führung in die Maschen fand. In der Folge versuchte sich Gästeakteur Aykut Ademogullari zweimal per Freistoß: Zunächst in Minute 12, wo sein Schlenzer aus gut 40 Metern das Neusatzer Heiligtum um gut einen Meter verfehlte. Als er in der 25. Minute von links in den Sechzehner flankte, verlängerte Markus Jung per Flugkopfball, der jedoch eine leichte Beute für Ippolito wurde. Auf der Gegenseite probierte es SVN-Spielertrainer Marius Gedaschke mit einem listigen Heber aus 45 Metern, doch Tim Bauer im Gehäuse der in hellblau-weiß gekleideten Rebländer ließ sich nicht überraschen (32.). Dann doch lieber aus näherer Entfernung, dachte sich SVN-Routinier Sven Fessler, der kurz darauf innerhalb weniger Sekunden gleich dreimal (!) in der Box zum Abschluss kam – wenn auch ohne das finale Erfolgserlebnis (33.). Als ein weiter Ippolito-Abschlag von Fessler per Kopf in den Sechzehner verlängert wurde, stand Teamkollege Phil Sermersheim plötzlich frei, setzte seinen Abschluss aus spitzem Winkel allerdings deutlich übers Gästetor. Wesentlich aussichtsreicher war die Chance von Torschütze Nöltner in Minute 44. Eine Traumflanke von Marius Bechtold flog vom rechten Flügel in den Neuweierer Strafraum und fand den Kopf von Nöltner, doch dessen Bogenlampe gegen die Laufrichtung von FCN-Keeper Bauer flog auch über den Querbalken. Sekunden vor dem Pausenpfiff war die Defensive der Felsenrainer dann nicht ganz im Bilde, was die Albiceleste zu einem schnörkellosen Angriff über den rechten Flügel nutzte. Es folgte eine scharfe Hereingabe, die vom zentral postierten Patrick Kist zwar verpasst wurde. Dahinter lauerte jedoch sein Mitspieler Paul Bruder, der den Ball humorlos in der rechten unteren Torecke versenkte (45.). So ging es mit dem Spielstand von 1:1 in die Halbzeitpause.
Grün-Weiß brachte zur zweiten Halbzeit Youngster Dominik Fix für den erstmals nach langer Verletzungspause wieder aufgebotenen Lucas Ehrlich, der verständlicherweise noch kein Faktor sein konnte. Den ersten Torabschluss hatten allerdings wieder die Gäste – und zwar in Person von Kist, dessen Abschluss von der Strafraumgrenze um knapp einen Meter den Kasten verfehlte. Zwei Minuten später ballerte sein Teamkollege Frietsch haarscharf am Giebel vorbei. Auf der anderen Seite flog in der 65. Minute eine Freistoßflanke von Bechtold von rechts über Freund und Feind durch die Box, dort stand links Sven Albrecht sträflich frei, zielte jedoch volley über das Gestänge. Die nächste Riesenchance hatte Fix, dessen Kopfball nach perfekter Flanke allerdings zu hoch angesetzt war (78.). Einen kollektiven Aufschrei im Neuweierer Lager gab es in Minute 83: Nach einem Steilpass auf die Sturmspitze der Gäste trennte SVN-Verteidiger Fabian Bäuerle diesen vom Ball – was die lautstarke Reserve der Rebländer auf die Palme brachte, die hier gerne einen Platzverweis für eine vermeintliche Notbremse haben wollte. Drei Minuten später sollten sie ihren Willen bekommen: SVN-Joker Florian Zahn kam im Zweikampf zu spät und erwischte seinen Gegenspieler von hinten in den Beinen, wofür Referee Jason Fyfe die Rote Karte zückte (86.). Der folgende Freistoßkracher von Julian Stader aus 35 Metern flog allerdings weit über die Hütte. Als zwei Minuten später ein Klärungsversuch von Albrecht in den Beinen der Albiceleste landete und sich diese in den Strafraum kombinierten, konnte Joker Hannes Bohn die folgende Großchance nicht nutzen (88.). Die dezimierten Neusatzer hatten aber auch noch die späte Möglichkeit zum Sieg: Einmal mehr lieferte Flankengott Bechtold eine blitzsaubere Arbeit ab und erreichte Sebastian Bäuerle, der im Fünfmeterraum glockenfrei stand, aber aus drei Metern das Kunststück fertigbrachte, über den Kasten zu zielen (92.) und sich so schon jetzt für den Jahresrückblick 2026 empfahl. Schade. Dennoch ging die Punkteteilung am Ende des Tages so völlig in Ordnung. Nach Abpfiff gab's Freibier, war lecker 😋.





