SVN unterliegt trotz mutigem Auftritt

Spielbericht vom 11. August 2026
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SV Neusatz - TuS Hügelsheim 0:3 (Bezirkspokal; 0:0)
Schade, schade, Woltemade. In Runde eins des Bezirkspokals unterlag Grün-Weiß am vergangenen Wochenende dem klassenhöheren TuS Hügelsheim. Dabei boten die Schützlinge von Coach Ali Yuca den Spargeldörflern von Beginn an Paroli; die ersten Torchancen (Distanzschuss von Niklas Hörth, Kopfball von Pascal Nöltner) verzeichnete sogar der SVN. Obwohl die Felsenrainer nicht mit voller Kapelle am Start waren - u.a. fehlten die Routiniers Luca Dörr und Denis Lubini; auch Goalgetter Tobias Löprich, bester Neusatzer Torschütze der bisherigen Vorbereitungsphase, konnte nicht mitwirken - gingen sie ohne Respekt vor dem A-Kreisligisten zu Werke.
Mit zunehmender Spieldauer erarbeiteten sich die Gäste Feldvorteile und Chancen, konnten aber die von Fabian Bäuerle und Semih Ekizoglu gut organisierte Neusatzer Defense nicht überwinden. Darüber hinaus erwischte SVN-Keeper Alessio Ippolito einen Sahnetag und verhinderte mit mehreren Glanzparaden gegen die TuS-Angreifer Schlimmeres. Erstmalig in der 15. Minute, als TuS-Schienenspieler Dominik Lindt über den rechten Flügel durchgebrochen und in die Box eingedrungen war. Sein Schuss aus spitzem Winkel wurde dann zur Beute des aufmerksamen Ippolito. Zwei Minuten später wurde Saidou Sow im Sechzehner freigespielt und stand plötzlich allein vor dem Neusatzer Schlussmann; doch Teufelskerl Ippolito vereitelte diese Großchance ebenfalls. Kurz vor der ersten Trinkpause zog Gästeakteur Alhagie Nije halblinks aus gut 28 Metern ab, verfehlte die Hütte aber um ein gutes Stück (22.). Sinnbildlich für den leidenschaftlichen Neusatzer Auftritt standen zwei Rettungsaktionen nach einer halben Stunde: Zunächst verhinderte IV Fabian Bäuerle mit einer tollen Grätsche vor Sturmtank Sow den Einschlag (30.). 120 Sekunden später warf sich Erik Vogel wenige Meter vor dem SVN-Heiligtum geistesgegenwärtig in einen satten Gästeschuss und blockte diesen im letzten Moment noch ab. TuS-Akteur Viktor Lendel versuchte sein Glück gleich viermal: Erst mit einem satten Schrägschuss von halbrechts, der nur hauchdünn am langen Pfosten vorbeiflog (40.). Danach mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze, der noch abgefälscht wurde und so das Neusatzer Heiligtum nur um Zentimeter verfehlte (45.). In der Nachspielzeit von Durchgang eins fand er bei seinem Abschluss im Sechzehner seinen Meister in Zerberus Ippolito.
Hälfte zwei wurde eingeläutet mit dem vierten Versuch Lendels, der in zentraler Position aus fünf Metern per Kopf nahezu unbedrängt an eine Ecke kam - und diese Riesenchance dann doch kläglich versaubeutelte (48.). Den muss er machen, das weiß er auch. Wenig später unterbrach der stets souveräne Schiedsrichter Sezayi Bulun die Partie für mehrere Minuten - vorausgegangen war eine doch recht vehemente "Goscherei" aus dem Hügelsheimer Fanblock - richtig so. Leider half dies aber eher den Gästen, denn nach 58 Minuten war es dann doch passiert: Ein weiter Flankenball von links fand in der Neusatzer Box den Kopf von Darian Grzan und dieser traf, umgeben von drei SVN-Verteidigern, zum 0:1 für Hügelsheim. Die Spargeldörfler blieben am Drücker und hätten per Freistoß beinahe erhöht. Zunächst wurde Prinston Tsafacks Direktabnahme nach toller Freistoßvariante noch abgeblockt (65.). Eine Minute später lenkte Ippolito mit einer Monsterparade den Freistoß von Sow noch am Kasten vorbei.
In der Folge wechselte und agierte Grün-Weiß offensiver, mit Ali Yuca und Marc Friedriszik kamen zwei frische Kräfte rein, die die Partie gleich belebten. Friedriszik schnupperte nach einer tollen Einzelaktion schon am Ausgleichstreffer, wollte aber beim finalen Kick noch einen Teamkollegen bedienen (69.). Die Felsenrainer versuchten weiter zum Ausgleichstreffer zu kommen. Die Ampelkarte gegen Gästeakteur Alhagie Nije, der - bereits verwarnt - nach einer dreisten "Schwalbe" vorzeitig das Feld verlassen musste (76. Minute) schien dieses Vorhaben zu begünstigen. Dennoch fand man an diesem Tag - womöglich auch aufgrund des Fehlens von Löprich - nicht zur hierfür notwendigen Durchschlagskraft. So blieb es bis weit in die Nachspielzeit bei der hauchdünnen Führung für die Spargeldörfler, die in den Minuten 96 und 98 mit zwei weiteren Treffern - jeweils erzielt von Saidou Sow - zum etwas zu hohen 0:3 Endstand schließlich den Sack zumachten. Dennoch boten die Felsenrainer eine Leistung, auf die sich aufbauen lässt. Weiter geht`s.


