SVN unterliegt trotz großem Kampf

Spielbericht vom 21. Oktober 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
SV Neusatz I - FC Neuweier I 3:5 (Kreisliga B2; 1:2)
"Never give up", lautet eine lateinische Redensart. Was sinngemäß bedeutet: Dieser Bär ist noch nicht geschält (!)☝. Und genau das galt am vergangenen Wochenende auch in der 50. Minute in der Neusatzer FelsenrainArena. Sekunden zuvor hatte Julian Schmich für Aufstiegsaspirant FC Neuweier per Strafstoß das vermeintlich vorentscheidende 1:3 erzielt. Zu allem Unglück für den gastgebenden SV Neusatz mussten mit Tim Kaiser, Erik Vogel und Luca Dörr bis dahin auch schon drei (!) SVN-Akteure verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Unterm Strich also recht trübe Aussichten für die Heimelf, die die Partie doch ganz gut begonnen hatte: Nachdem den Rebländern die Anfangsminuten gehörten - Enis Krasniqi konnte gleich dreimal (9., 14. und 17. Minute) gerade noch am Torerfolg gehindert werden - hatte SVN-Youngster Kaiser zwei Großchancen. In Minute 11 von Vogel per Diagonalpass toll freigespielt, zögerte er mit seinem Abschluss etwas zu lange und nix wars. Vier Zeigerumdrehungen später nahm er einen Diagonalpass von Phil Sermersheim auf, dribbelte in den Sechzehner und verfehlte aus knapp sechs Metern das lange Eck um Haaresbreite - bevor er schon in Minute 19 verletzt raus musste, für ihn kam Lucas Ehrlich in die Partie. Letzterer brauchte keinerlei Anlaufzeit: Marius Bechtold servierte in der 23. Minute von links ins Zentrum, FCN-Schlussmann Oliver Burek verpasste den Ball und Joker Ehrlich vollendete zur umjubelten 1:0 Führung für Grün-Weiß. Der Vorsprung hielt bis kurz vor der Pause; dann zeigte sich einmal mehr die Klasse von FCN-Goalgetter Yusuf Büyükasik, der eine langgezogene Rechtsflanke mit einem herrlichen Flugkopfball zum 1:1 Ausgleich verwandelte (40.). Hier war die Neusatzer Defense leider nicht ganz auf der Höhe. Drei Minuten später wurde es noch bitterer: Ein Neuweierer Freistoß von rechts wurde aufs kurze Toreck gezogen, wo SVN-Verteidiger Fabian Bäuerle den Ball bei seinem Klärungsversuch unglücklich zum 1:2 Halbzeitstand ins eigene Gehäuse abfälschte (43.). Es folgte die besagte weitere "kalte Dusche" zu Beginn von Hälfte zwei, der 1:3 Elfmetertreffer durch Schmich.
Dann aber zeigte sich einmal mehr die großartige Moral der Felsenrainer, die sich mit Mut und Leidenschaft gegen die drohende Niederlage stemmten. Scheinbar unbeeindruckt vom Neuweierer Wirkungstreffer, lief Routinier Sermersheim nur zwei Minuten später halblinks auf dem Flügel zum Freistoß an und schickte die Kugel aus 24 Metern Torentfernung mit einem traumhaften Schlenzer auf die Reise; Endstation war der obere Torwinkel und in der 52. Minute der 2:3 Anschluss hergestellt. Kurz darauf wurde der eingewechselte Niklas Hörth über rechts mit einem weiten Flugball bedient. Schlitzohr Hörth zog aus gaaaaanz spitzem Winkel volley ab und der Ball landete nur hauchdünn hinter dem langen Pfosten im Toraus (58.). Nur 120 Sekunden später fand eine Linksflanke den Kopf von Ehrlich, dieser brachte allerdings nicht genug Druck hinter die Murmel. Nach 69 Minuten wurden die Neusatzer Angriffsbemühungen dann belohnt: Ein wohltemperierter Steilpass aus der eigenen Hälfte setzte den durchstartenden Hörth in Szene. Dieser enteilte mit dem Ball am Fuß gleich zwei Neuweierer Verteidigern, drang unwiderstehlich in den Sechzehner ein und traf cool zum 3:3 Ausgleich ins untere Eck - was die FelsenrainArena in ein Tollhaus verwandelte.
Dass es am Ende doch nicht für einen Punktgewinn reichen sollte, lag natürlich auch an den Rebländern, die in der Folge die Schlagzahl erhöhten. Torschütze Schmich jagte zunächst in Minute 72 einen satten Distanzschuss nur wenige Zentimeter am Neusatzer Heiligtum vorbei. Kurz darauf musste SVN-Torsteher Alessio Ippolito einen Gästefreistoß aus ganz gefährlicher Position entschärfen (78.). In der 80. Minute war es dann passiert: Der zuvor eingewechselte Ramin Movassagian schaltete bei einem in die Box geschlagenen Eckstoß am schnellsten und bugsierte die Kugel per Kopf zum 3:4 in die Maschen. Und sieben Minuten später machte er mit seinem Flachschuss aus 20 Metern zum 3:5-Endstand dann alles klar (87.). Schiedsrichter Thomas Merkle war mit seiner angenehm unaufgeregten Spielleitung stets souveräner Herr des Verfahrens.
Schade, schade, Woltemade, dachte man sich final im Neusatzer Lager. Am Ende siegte Aufstiegsaspirant Neuweier zwar nicht unverdient, doch hätte - angesichts mindestens zweier vermeidbarer Gegentreffer - mit etwas mehr Glück und Konzentration durchaus ein Remis herausspringen können. Weiter gehts`s.
SV Neusatz II - FC Neuweier II 3:1 (Kreisliga C3; 2:1)
Das Vorspiel der Zweiten Mannschaften ging an die Hausherren. In Hälfte eins brachte Tarik Tarhan (der Bezirksligaerfahrene Routinier war überraschend im Reserveteam aufgeboten worden) die Rebländer zwar schon in der 9. Minute 0:1 in Führung. Doch Fabio Dörr glich nur eine Minute später zum 1:1 aus. Jan Albrecht ließ die Heimelf mit seinem Tor zum 2:1 kurz vor der Pause auf die Siegerstraße einbiegen (40.), Jack Bernard sorgte in Minute 80 dann für den 3:1 Endstand.

























